Historische Runde | Station 16

Brennerei

Historische Daten

Betrieb seit den Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges | Brennrechte aus dem 17./18. Jahrhundert

Schnapsbrenner und Landschaftspfleger

Lorenz Krieg, Großvater von Friedhelm Hörth baute im Jahr 1934 das Anwesen in der Jakob-Bleyer-Straße. In den Nachkriegsjahren betrieb dann der Onkel, Valentin Krieg, bis zu seinem Tod 1967 die Brennerei und eine Weinhandlung. Danach ruhte die Einrichtung über mehrere Jahre. Kurz vor Ablauf des Brennrechtes, im Jahr 1977 unternahm Friedhelm Hörth unter Leitung seiner Tante Mathilde Krieg die ersten Versuche als Brenner. 1981 ging die Brennerei dann in seinen Besitz über.

1998 investierte er mehr als 40.000 DM in eine neue, vollautomatische Brennerei mit allen notwendigen Brenneinrichtungen. 

Die ursprünglichen Brennrechte in Deutschland gehen bis ins 17./18. Jahrhundert zurück und wurden insbesondere dort vergeben, wo der Obstanbau beheimatet war.

Viele Kunden lieferten Friedhelm Hörth ihr geerntetes Obst und ließen daraus ihren eigenen Schnaps brennen.

Genauso oft war Friedhelm Hörth aber selbst unterwegs um das Obst zu sammeln oder zu erwerben, um damit die zum Verkauf kommenden Erzeugnisse zu brennen. Friedhelm Hörth sah sich damit auch als aktiver Landschaftspfleger und freute sich, wenn möglichst viele in der Landschaftspflege einen Nutzen in edlen Tropfen sahen.

Als engagierter Mitbürger war Friedhelm Hörth nicht nur bei seinen Musikerkameraden, der Rentnerclique oder den Kegelbrüdern beliebt. Manch eine Reise aus den Weisenbacher Partnergemeinden oder Ausflüge von Wandergruppen führte ob der Gastfreundschaft von Heidi und Friedhelm Hörth ins Anwesen Jakob- Bleyer-Straße 10, um dort die edlen Tropfen zu genießen.

Am 9.12.2018, im Alter von 80 Jahren, verstarb der beliebte Schnapsbrenner.

Guter Tropfen

Kontakt

Michael Essig
Leimengrübstraße 9
76599 Weisenbach
Tel. 07224.7372

michael.essig@heimatstub.de

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