Historische Runde | Station 22

Friedhof mit Kapelle Au

Historische Daten

Baujahr Friedhof: 1912 | Baujahr Kapelle: 1929 | 2007 Aussensanierung der Kapelle

Großzügige Spende für Kapelle

Die damals selbstständige Gemeinde Au erhielt im Jahre 1912 einen eigenen Friedhof. Das Kreuz im oberen Teil trägt die Jahreszahl der Einweihung.

Zuvor beerdigte man die Toten auf dem Friedhof in Weisenbach und vor 1491 in Gernsbach.

Erst im Jahr 1929 wurde die Friedhofskapelle erbaut. An der Decke und der Glocke im Türmchen ist das Baujahr dokumentiert.

In der Eingangstür befindet sich ein Glasbild mit dem Dorfwappen von Au. Die Fenster zieren vier Glasgemälde, die die Ölbergszene, die Verspottung, die Geißelung und den Kreuzweg zeigen. Das Altarbild stellt eine Kreuzigungsgruppe und das Deckengemälde die Himmelfahrt Christi dar.

Seit den 80er Jahren hat sich die Bestattungskultur verändert. Im Herbst 2008 wurde daher eine erste Urnenstelenanlage aufgestellt. Zwischenzeitlich erfolgten zwei Anlagen-Erweiterungen so im Jahr 2006 die Sanierung der Friedhofswege und der Treppenanlagen sowie die Neuanalgen von doppeltiefen Gräbern.

Im Jahr 2007 kam ein großzügiger Spender auf Pfarrer Hans-Peter Jäger zu mit dem Ansinnen, im Rahmen einer anonymen Spende die Außensanierung der Kapelle auf dem Friedhof in Au zu finanzieren. Nachdem der Ortsgeistliche mit dieser frohen Botschaft bei Bürgermeister Toni Huber vorsprach, hat die Verwaltung sogleich Angebote zur Sanierung der Kapelle eingeholt und die anonyme Spende dem Gemeinderat zur entsprechenden Beschlussfassung über die Annahme dieser Spende vorgelegt. 

Der Spender hat den Angeboten örtlicher Handwerksbetriebe zugestimmt und der Auftrag wurde erteilt. 

Bei der Durchführung der Arbeiten hat sich dann gezeigt, dass doch noch mehr Arbeiten anfielen, als ursprünglich geplant waren. Es wurden die Bleiverglasungen an den Türen und Fenstern repariert bzw. erneuert. Die gesamte Außenfassade wurde neu gestrichen. An den Giebeln wurden die Bretter der Dachüberstände, die in einem sehr schlechten Zustand waren, mit Kupfer verkleidet.

Insgesamt entstanden für diese Arbeiten Kosten in Höhe von knapp 6.000 Euro. Nachdem sich der Sanierungsaufwand größer als ursprünglich angenommen erwies, lagen die Gesamtkosten mit knapp 6.000 Euro doch um einiges über den ursprünglichen Kostenvoranschlägen von rund 4.000 Euro. Der anonyme Spender übernahm einen Betrag von rund 5.000 Euro an den Gesamtsanierungskosten.

Der Dank der Gemeinde gilt an dieser Stelle in erster Linie dem Spender, durch dessen Großzügigkeit die Außensanierung der Friedhofskapelle ermöglicht wurde, welche nunmehr wieder als Schmuckstück auf dem Friedhof in Au erstrahlt.

Der Dank gilt aber auch Pfarrer Hans-Peter Jäger, welcher als Mittler zwischen dem anonymen Spender und der Gemeinde parat stand und durch sein Zutun die entsprechende Abwicklung ermöglichte.

Kapellenglocke im Hintergrund die Kirche
Genkstätte
Kapellenansicht

Impressionen

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Michael Essig
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