Historische Runde | Station 25

Jakob-Bleyer-Brücke

Historische Daten

Baujahr: 1962 | Generalsanierung 2015

Entlastung der Erlenstraße

Die Jakob-Bleyer-Brücke, als direkte Zufahrt von der B 462 in den Ortsteil Au, baute der Landkreis Rastatt. Die Einweihung der Brücke fand im Jahre 1962 statt.

Davor erfolgte die Anbindung jahrhundertelang über die Wendelinus-Brücke, bei der Kirche in Weisenbach, weiter auf der Erlenstraße und den Engstellen am Berghang zum Ortseingang. Mit der starken Zunahme des Fahrzeugverkehrs ab Mitte des letzten Jahrhunderts war die Straße den Anforderungen nicht mehr gewachsen.

Namensgeber der Brücke ist Prof. Dr. Jakob Bleyer (1874 – 1933), Nachfahre eines Auswanderers aus Au im Murgtal, der auf der Donau über Ulm in die Donauregion des Kaiserreichs Österreich-Ungarn kam. Er war Universitätsprofessor, Minderheitenminister, Abgeordneter im Parlament in Budapest und kämpfte für die Rechte der deutschstämmigen Einwanderer, die anerkannte ungarische Staatsbürger mit gelebter deutscher Kultur und Tradition sein wollten. Er pflegte Briefkontakte mit der Gemeinde und besuchte Au in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

In der Nähe des Gasthauses Krone, in der Jakob-Bleyer-Straße, befindet sich das Haus seiner Vorfahren mit einem Gedenkstein im Vorgarten.

Eine Generalsanierung der Brücke ließ der Landkreis Rastatt im Jahr 2015 durchführen.

Eisenbahn- und Jakob-Bleyer-Brücke
Verbindung über die Murg
Zum Ortsteil Au
Gedenktafel an der Brücke

Kontakt

Michael Essig
Leimengrübstraße 9
76599 Weisenbach
Tel. 07224.7372

michael.essig@heimatstub.de

Gemeinde Weisenbach

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