Die Sonderausstellung zur Murg im Rahmen des Weisenbacher Kelterhocks stieß auf große Resonanz. In der historischen Zehntscheuer präsentierte der Heimatpflegeverein eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung, die eindrucksvoll zeigte, wie eng die Menschen in Weisenbach mit ihrem Fluss verbunden sind.
Anlässlich des Tages des offenen Denkmals hatte der Heimatpflegeverein Weisenbach die Zehntscheuer für die Besucherinnen und Besucher geöffnet. Im Mittelpunkt stand eine Fotoausstellung zur Murg.
Ein blaues Band, das sich auf Augenhöhe durch die Ausstellungsräume zog, stellte den Verlauf der Murg symbolisch dar. Entlang dieses Bandes konnten die Gäste zahlreiche historische und aktuelle Fotografien entdecken. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Karten und weitere Dokumente zur Geschichte des Murgtals.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine historische Karte des „Murgt[h]als“ aus dem Jahr 1820, die vom Kreisarchiv Rastatt zur Verfügung gestellt und eigens für die Ausstellung großformatig reproduziert worden war. Sie vermittelte einen Eindruck davon, wie sich die Region und insbesondere Weisenbach im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte verändert haben.
Die Ausstellung lud nicht nur zum Betrachten historischer Aufnahmen ein, sondern regte auch zum Austausch über persönliche Erinnerungen an. Viele Besucherinnen und Besucher erkannten vertraute Orte wieder oder entdeckten bisher unbekannte Einzelheiten aus der Geschichte ihrer Heimat.
Auch jüngere Gäste zeigten sich beeindruckt und schätzen die Murg als ein wichtiges Wahrzeichen ihres Heimatortes. Für sie ist der Fluss zu jeder Jahreszeit ein besonderer Blickfang.
Beim Betrachten der Bilder wurden Erinnerungen an die Veränderungen der Landschaft und an die eigene Kindheit an der Murg wach. Besonders bewegten die Aufnahmen, die zeigten, wie Wiesen im Laufe der Zeit verschwunden sind. Auch das Hochwasser von 2018 war vielen noch präsent. Die persönlichen Erlebnisse machten deutlich, dass die Murg nicht nur ein Teil der Landschaft, sondern auch ein wichtiger Bestandteil gemeinsamer Erinnerungen ist.
Große Resonanz beim Kelterhock
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, durch die Zehntscheuer zu schlendern und die Ausstellung zu besichtigen. Das historische Ambiente erwies sich dabei als besonders passende Umgebung für die Präsentation.
Die Sonderausstellung entstand vor dem Hintergrund der Auszeichnung der Murg als „Flusslandschaft des Jahres 2026/27“. Sie machte auf anschauliche Weise sichtbar, welche Bedeutung der Fluss für Natur, Geschichte und Alltag der Menschen im Murgtal besitzt.
Mit viel Engagement, Kreativität und Liebe zum Detail hatte der Heimatpflegeverein eine Ausstellung geschaffen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verband. Der Weisenbacher Kelterhock wurde damit zu einem eindrucksvollen Treffpunkt für alle, die sich für die Geschichte ihrer Heimat und die Murg als prägendes Element der Region interessieren.
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